A Green Tea Blog

Aracha oder die Kunst der Teeverarbeitung

M. Wege - Freitag, Mai 20, 2016

Es mag nicht unbedingt danach aussehen, doch wer einmal vor Ort seine Nase in dieses Wölkchen halten durfte, wird zustimmen, dass der Duft des Tees frisch aus der Dämpfung am intensivsten und ein wirklich unglaubliches Erlebnis ist.

Am besten kann man diesen Duft im Aracha,  dem sogenannten Rohtee bzw. unverarbeiteten Tee wiederfinden. Doch was genau bedeutet das eigentlich?

Grüntee wird direkt nach der Ernte gedämpft, gerollt, gewalkt und leicht getrocknet, um die Fermentation zu unterbinden. Auf der KEIKO Biofarm findet diese Verarbeitung daher direkt neben den Feldern statt, um lange Wege zu vermeiden.  

Rechts im Bild sieht man, wie die Blätter sich vom frischen Blatt in den Aracha verwandeln (gegen den Uhrzeigersinn). 

Aracha ist noch nicht gesiebt und enthält daher noch gröbere Blattstücke und die Stängelchen, die später zu Kukicha verarbeitet werden.

Nach dieser kurzen Vorverarbeitung wird der Aracha den Tea-Tastern vorgeführt, die in der Erntezeit oft eine große Anzahl verschiedener Aracha-Sorten nebeneinander verkosten, die aus unterschiedlichen Tee-Gärten und von verschiedenen Varietäten stammen. Allein auf der KEIKO Biofarm wachsen mehr als 10 verschiedene Tee-Varietäten, wie zum Beispiel Benifuuki, der auch namensgebend für den fertigen Tee ist. Doch sortenreine Tees sind eher selten, da der Geschmack des Tees durch natürliche Einflüsse von einer Ernte zur nächsten selbst bei ein und demselben Feld stark variieren kann.

Die Tea-Taster sind es, die für jede Produktion neu entscheiden, in welcher Kombination und in welchem Verhältnis die Sorten gemischt werden, um den gewünschten Geschmack zu erreichen. Dazu werden Duft und Farbe der trockenen Blätter und anschließend das Aroma und der Geschmack der frisch aufgebrühten Blätter bewertet. Hierzu wird der Aracha sehr intensiv aufgegossen, um so die Besonderheiten herauszuschmecken und die Qualität zuverlässig zu bestimmen. Dank jahrelanger Erfahrung sind unsere Partner in Japan sensorisch bestens geschult, um eine verlässliche, hohe Qualität für die KEIKO Tees sicherzustellen. 

Nach der Klassifizierung im Tasting werden die Arachas entweder zur späteren Verwendung gekühlt eingelagert oder, für wie zum Beispiel Shincha, direkt weiter verarbeitet.

Aracha-Type Tees, auf Japanisch: Ara-Shiage, werden gesiebt und sortiert, jedoch gar nicht oder für bessere Haltbarkeit nur sehr leicht getrocknet.

Das KEIKO Aracha Sortiment

Der KEIKO Aracha #145, den wir seit einigen Jahren im Sortiment haben, ist ein leicht getrockneter Ara-Shiage oder Aracha Type Tee. Der neue Aracha Yakushima ist ebenfalls ein Ara-Shiage, jedoch nicht endgetrocknet, während Aracha Yume ein „echter“ Aracha ist. Er ist unsortiert und enthält noch alle Blattgrößen und Stängelchen.

Selbst Aracha Type Tees sind hierzulande noch weitestgehend unbekannt und selten zu finden. Ein völlig unverarbeiteter Aracha wie der Aracha Yume jedoch ist eine wirkliche Rarität - selbst in Japan.

Die Verarbeitungsschritte

  

                                                  

 


Natürlich biologischer Anbau nach der Akinori Kimura-Methode

M. Wege - Freitag, April 29, 2016

 

Die Teeanbauregion Kagoshima ist verhältnismäßig jung verglichen mit Anbauregionen wie Uji, die für ihre weit zurückreichenden Traditionen bekannt sind. Doch gerade diese Eigenschaft war es auch, die letztendlich dazu führte, dass der japanische Grüntee seinen Weg nach Europa fand – in Bioqualität.

 

Die Teebauern aus Kagoshima sind experimentierfreudig und offen gegenüber Neuem. So kam es, dass Hiroshi Shimodozono (damals im Verkauf bei Shimodozono Japan tätig, 2009 verstorben), als er Markus Hastenpflug 1991 auf der Anuga in Köln traf, sofort begeistert war von der Idee, Bio-Tee in Japan anzubauen. Shimodozono war damit der erste japanische Teehersteller, der bereits 1992 zu kontrolliert biologischem Anbau nach EU-Standards überging sowie der erste Exporteur von Bio-Grüntee in Japan.

Hiroshi Shimodozono (Bild links) war es auch, der ein weiteres völlig neues Projekt auf der Biofarm in Gang brachte: Der Anbau von Tee nach dem Prinzip von Akinori Kimura.

Kimura hatte den natürlich biologischen Anbau im Apfelanbau entwickelt. Seine Methode geht noch einen Schritt weiter als der übliche Bio-Anbau und verzichtet gänzlich auf Düngemittel und Pflanzenschutzmittel. Es wird auf die natürliche Wurzelkraft gesetzt, und aus dem Boden selbst eine Umgebung geschaffen, in der die vorhandenen Mikroorganismen in Symbiose leben.

Die Äpfel von Kimura haben sich inzwischen den Beinamen „Miracle Apples“ erarbeitet, und die Nachfrage danach groß. Die wohl prominenteste Anhängerin ist Yoko Ono, die auch das Vorwort zu Takuji Ishikawas Buch „Akinori Kimura’s Miracle Apples“ schrieb.

Auf der Biofarm wurde diese Anbaumethode erstmals auch auf eine andere Pflanzenart angewandt. Nach 6 Jahren konnten die Teepflanzen nun erstmals beerntet werden – die Menge ist jedoch noch sehr gering: nur 95 Tüten à 50g sind von diesem feinen Sencha verfügbar. Auf dem Bild oben rechts sieht man die Kimura-Pflanzen links von Geschäftsführer Markus Hastenpflug. 

Der Tee ist normal gedämpft – also etwas weniger stark als die meisten KEIKO Tees, was zu einer eher hellen Tassenfarbe führt. Doch der Geschmack ist ein harmonisches Erlebnis aus eleganten Aromen und einem süßlich, samtigen Geschmack.
Unser Tipp: Am besten kommt das Aroma im Kaltaufguss zum Vorschein – für diesen einfach die Ziehzeit ein wenig verlängern und 1-2 Mal mit kaltem Wasser aufgießen. Anschließend noch einmal mit warmem Wasser aufgießen (60-70°C) - so kann man die volle Vielfalt der Aromen auskosten!

Auch Herr Kimura selbst hat sich schon von der Qualität des Tees überzeugt bei einem Besuch in der CHÁHO Teebar in Kagoshima, die von unseren Partnern bei Shimodozono Japan geführt wird - auf dem Foto sieht man Ihn mit Hajime Shimodozono (stellv. Geschäftsführer bei Shimodozono Japan).

 

Übrigens: Auch die Verpackung sollte etwas besonderes sein: Unsere Grafikerin Chie (links) hat dafür wie schon zuvor bei den Shincha Sets die Kalligrafie erstellt, und jedes Päckchen wurde von Hand vergoldet und nummeriert.

Verfügbar ab dem 2.5.2016 solange der Vorrat reicht!

 

Zum Weiterlesen:

Vorwort von Yoko Ono zu Takuji Ishikawas „Akinori Kimura’s Miracle Apples“     

Weiter Infos zur Akinori Kimura Methode105 kimura


Benifuuki Tee

M. Wege - Mittwoch, April 27, 2016

 

Die Heuschnupfen-Saison ist bereits im Gange, und die Pollen- und Gräser-Allergiker sind wohl die einzigen, die sich über diese ersten schönen Frühlingstage gerade nicht so sehr freuen können.

In Japan hat man ein einfaches, natürliches Mittel gefunden um die Allergischen Reaktionen in Grenzen zu halten. Da dort durch starke Aufforstung mit Zedern in der Vergangenheit besonders viele Menschen auf Zedernpollen allergisch sind, wurde untersucht wie sich der Genuss von Benifuuki Tee auf die Stärke der Symptome auswirkt.

Die Wirkung war dabei überraschend positiv, nicht nur beim Langzeit-Konsum über mehrere Monate im Voraus, sondern auch akut hat der Benifuuki Tee die Symptome deutlich reduzieren können. Das liegt am hohen Anteil eines Catechins mit dem unaussprechlichen Namen „methyliertes Epigallocatechingallat“, oder kurz EGCG3.

Seit etwa 5 Jahren haben wir den Benifuuki Tee nun im Sortiment und die Anzahl treuer Anhänger dieses Tees steigt immer mehr an. Ich freue mich jedes Mal, wenn Kunden mir am Telefon erzählen, wie Medikamente reduziert oder ganz abgesetzt werden konnten, nachdem sie den Benifuuki Tee entdeckt hatten.

Auch geschmacklich ist Benifuuki Tee hochinteressant: Er ist zwar ebenfalls ein Grüntee und eine Unterart der Teepflanze (Camellia Sinensis var. Sinensis) jedoch hat der Kultivar Benifuuki neben einer charakteristischen Herbe ein ganz eigenes, besonders blumig, duftiges Aroma.

 

Die Zubereitung

Normalerweise empfehlen wir, grünen Tee anfangs ruhig etwas stärker zu dosieren. Durch Zugabe von etwas Wasser zum fertig aufgegossenen kann man hinterher den Geschmack „korrigieren“ und ihm die Bitterkeit nehmen, wenn er doch zu stark geraten sein sollte.

 

Beim Benifuuki ist es andersherum: lieber zuerst etwas weniger Tee, eine niedrigere Temperatur und eine kürzere Ziehzeit wählen. Wenn der Tee noch zu schwach sein sollte, einfach beim nächsten Mal stärker zubereiten. Benifuuki Tee ist da besonders sensibel und einen zu stark (und dann oft recht bitter) geratenen Benifuuki zu „korrigieren“ ist schwierig, er wird zwar milder, aber die blumig-feinen Aromen sind verloren.

Je nach Zubereitung bietet Benifuuki für jeden Geschmack etwas: von fein-mild über blumig-aromatisch und zartbitter zu einem kräftig vollherben Aroma ist alles dabei. Und auch wenn es mir persönlich als „blumig-aromatisch-Trinker“ manchmal ein Rätsel ist, ist auch die kräftige vollherbe Variante sehr beliebt.

Insbesondere Kaffeetrinker wissen diese bittere Note oft zu schätzen, die passenderweise bei der zweiten Pflückung (Benifuuki No.2) am besten zum Vorschein kommt, und welche gleichzeitig auch den höchsten Koffeingehalt hat.


Auch die Variante als Grünteepulver ist hier zu empfehlen, sie ist schnell und einfach zubereitet (mit einer kleinen Menge Wasser dick anrühren, restliches Wasser dazugeben und aufschäumen – fertig!) , benötigt nur die Hälfte des Pulvers im Vergleich zu einer Portion traditionellen Matchas (oder die doppelte Menge Wasser) und enthält hauptsächlich Tee der 2. Pflückung, gibt also ebenfalls einen angenehmen Koffeinschub und ist ein optimaler Ersatz für den schnellen Kaffee am Morgen – und wirkt dabei bekömmlicher und länger als dieser.

Wer die milden Aromen bevorzugt, dem sei die erste Pflückung (Benifuuki No.1) oder die Herbstpflückung (Aki-Benifuuki) ans Herz gelegt. Die erste Pflückung ist noch etwas blumiger und hat feinere Nuancen in Duft und Aroma, die dritte Pflückung überzeugt mit mildem Geschmack bei sehr niedrigem Koffeingehalt.

hier ein paar Info's zum weiterlesen!

 

Info aktuell: Benifuuki Tee (aktualisiert!)

 

The Efficacy of Early Treatment of Seasonal Allergic Rhinitis with Benifuuki Green Tea (english)

 

EGCG3''Me Content in Various Tea Varieties (english)

 


 


Info Aktuell: Benifuuki Tee

Immer mal was Neues...

M. Wege - Dienstag, März 17, 2015

Die Kirschblütenschale #434 gibt es nun vorübergehend mal mit blauem Blütendekor!

 

Beim Auspacken der Geschirrlieferungen aus Japan gibt es immer mal wieder kleine Überraschungen, denn durch die Herstellung in kleinen Manufakturen und Handarbeit kann es zu kleineren oder größeren Abweichungen kommen, die mal mehr, mal weniger erfreulich sind - In diesem Fall finden wir die farbliche Abweichung ganz erfrischend!

-> Nur solange der Vorrat reicht!

€13,90 /St.

 

 

Das KEIKO Team zu Besuch bei den Kranichen in den Moorwelten

M. Wege - Montag, November 17, 2014

 

Statt einer klassischen Weihnachtsfeier haben wir in diesem Jahr einen Betriebsausflug in die neu eröffneten Moorwelten (Europäisches Fachzentrum für Moor und Klima) gemacht mit einer Führung durch die Diepholzer Moorlandschaft mit Kranichbesichtigung und anschließender Teeverkostung einer Neuheit aus Japan - Teeextrakt in Flaschen, als Alternative zu Wein, Sekt und Co.

 
Die Kraniche die unsere neuen Tüten zieren und auch unserem japanischen Steingarten den Namen gaben machen jedes Jahr Rast in der Diepholzer Moornierung auf dem Weg in den Süden. Einige bleiben inzwischen sogar um hier zu Überwintern.

Zur Herbstzeit kamen dieses Jahr rekordverdächtige 100.000 Kraniche in die Region. Immer wieder ein wunderschöner Anblick wenn die Kraniche am Himmel entlangziehen.

 

  Den Tee aus  Kaltextraktion gibt es in 3 Sorten: Schwarztee, Grüntee (aus Tenbu Fuka Kabusecha) und Houjicha. Eine völlig neue Art des Teegenusses.

Geschmacklich ein völlig neues Erlebnis wird dieser Tee nun in Japan in hochklassigen Restaurants als stilvolle Alternative zu Alkoholhaltigen Getränken angeboten. 

Der Tee ist in dieser Form besonders sensibel und muss durchgehend gekühlt werden, die Haltbarkeit beträgt nur einige Wochen ab Produktionsdatum - doch der Aufwand lohnt sich!

 

 

 

 

NEU bei KEIKO: Japanische Tee- und Aufbewahrungsdosen

M. Wege - Donnerstag, Oktober 30, 2014

Beim diesjährigen Shincha Fest und auf der COTECA Messe kamen diese Schönheiten bereits so gut an, dass wir in kürzester Zeit bei den ersten Dosen bereits wieder ausverkauft waren.

 

Hochwertig verarbeitet und mit Washi Papier überzogen oder als Lackdosen handbemalt mit vielen wechselnden Motiven und Größen sind die Aufbewahrungsdosen vielseitig anwendbar. Auch als edle Geschenkverpackung sind sie optimal geeignet.

Eine Auswahl der Motive, Größen und Preise finden Sie hier.

Unser Zitat des Tages...

M. Wege - Montag, Juni 30, 2014

"Some complain that if they drink tea they cannot sleep, but to them I would say that it is better to go without sleep than without tea."

Natsume Sōseki (1867-1916), japanischer Schriftsteller und das Gesicht der 1000-Yen-Note. Wie recht er hat!

Die Matcha Nachfüllpacks sind da!

M. Wege - Donnerstag, Mai 15, 2014

Nach einer Kette von Rückschlägen und Verzögerungen sind sie nun endlich da; die langersehnten 50g-Nachfüllpacks! Praktisch im wiederverschließbaren Standbeutel.
Im Laufe der nächsten Woche wird nun fleißig gemahlen und abgefüllt, danach gehen sie in den Versand!

erhältlich in den Sorten:

  • 190-50 Matcha Supreme
  • 195-50 Matcha Mantoku
  • 194-50 Matcha Tekiro
  • 191-50 Matcha Premium
  • 198-50 Kabuse Pulver Soshun
  • 197-50 Benifuuki Pulver

Japanisches Fernsehteam bei KEIKO in Diepholz

M. Wege - Montag, Mai 13, 2013
Drei Tage lang war ein Fernsehteam von TV Tokyo bei uns in Diepholz zu Gast um den Weg des japanischen Grüntees nach Europa zu dokumentieren. Die Dreharbeiten begannen zuvor schon auf den Teefeldern in Kagoshima, wo der Anbau und die Verarbeitung des Tees auf der KEIKO-Biofarm  gefilmt wurden.  

Beim Dreh in unserem KEIKO-Teehaus in der Strothestraße zeigte sich  Regisseur Oshima besonders von der Gestaltung des Teehauses und der Anlage des japanischen Steingartens beeindruckt.

  

Mit einigen Gästen wurden in unserem Tee-Cafe verschiedene Grüntees mit passenden Süßigkeiten verkostet. Auch die frische Vermahlung der Teeblätter zu Matchapulver auf Europas erster Matchamühle sowie die Sammlung seltener Teeschalen in der Verkaufsausstellung wurde im Detail gefilmt.

Von besonderem Interesse war auch, wie damals im Jahr 1991 der erste Kontakt zwischen Markus Hastenpflug,  dem Geschäftsführer von Shimodozono International und seinem japanischen Partner zu Stande kam, wie sich diese freundschaftliche  Geschäftsverbindung in den Folgejahren entwickelte und der Markt für Grüntee europaweit erschlossen wurde.

  

Am Mittwoch begleitete das Filmteam dann einen Besuch im Diepholzer Weinladen „In Vino“, wo die KEIKO-Teeprodukte und die grüne Schokolade demnächst auch angeboten werden. Die nächste Station war ein Besuch zur Beratung der Teebar „Qui Oui“ in Osnabrück, die am nächsten Samstag den 18. Mai offiziell Eröffnung feiert (Adresse: Große Gildewart 21) und das gesamte KEIKO-Teesortiment anbietet.

 Von hier aus fuhr das Filmteam weiter in die Teestadt Hamburg und nach Berlin. Der Filmbeitrag wird in Japan im Juni von TV Tokyo ausgestrahlt. Der Zeitpunkt war passend, da gerade die neue Ernte 2013 gepflückt wird und die Vorbereitungen zu unserem alljährlichen Shincha –Festival schon in vollem Gange sind…mehr dazu in Kürze!

 

Schöne Grüße aus Diepholz

Ihr KEIKO Team

Erntezeit in Kagoshima

M. Wege - Dienstag, April 30, 2013
Seit einigen Tagen wird auf unserer Biofarm in Kagoshima nun fleißig geerntet, verkostet und verarbeitet – Hochsaison für unsere Teebauern.

Einige Tage nach Erntebeginn für die konventionellen Tees und den noch früheren unbeschatteten Tees aus der Region gehört unser Halbschattentee aus Kagoshima dank dem warmen Klima in der Region zu den ersten Tees der Saison in Japan.

Wir haben uns also auf den Weg gemacht, um diese spannende Phase mitzuerleben und den Shincha so frisch wie möglich zu verkosten.

 

Auf den Fotos kann man sehen wie gerade die Kabuse Netze über die Teesträucher gelegt werden – ein wichtiger Schritt in der Herstellung unseres Tees, da die Teesträucher so länger reifen und ein intensiveres Aroma entwickeln können. Man kann den Unterschied deutlich sehen an Stellen wo zwischen zwei Netzen ein kleiner Streifen unbeschattet geblieben ist. Während sich unter den Netzen ein frisches, sattes Grün entfaltet sind die unbeschatteten Blätter weitaus heller und gelblicher.

Nach einer Vorauslese der Teesträucher per Hand wird der Tee maschinell geerntet. Wir haben es uns natürlich nicht nehmen lassen den allerersten Shincha höchstpersönlich für Sie zu ernten.

Die Tees werden noch vor Ort auf der Biofarm zum Rohtee ‚Aracha‘ weiterverarbeitet. Zur Shincha Saison bedeutet das oft, dass bis spät in der Nacht gedämpft und gerollt wird, damit am nächsten Morgen die Arachas aller Shimodozono Bauern verkostet werden können. Dabei kommen schon mal mehr als 30 verschiedene Sorten zusammen die genauestens auf Beschaffenheit, Aroma und Geschmack getestet und bewertet werden müssen. Eine Arbeit, die neben guter Konzentration und sensiblem Geruchs- und Geschmackssinn vor allem jahrelange Erfahrung erfordert.

 Wir haben Yutaka Shimodozono – den Geschäftsführer unserer japanischen Partnerfirma – bei der Gelegenheit auch unsere ‚deutschen Matchas‘  testen lassen (siehe oben rechts). Insbesondere der neue Matcha Supreme hat ihn dabei sehr beeindruckt – eine Qualität die auch in Japan nicht leicht zu finden ist.

Der Shincha wird nun noch fertig verarbeitet und dann per Luftfracht auf die Reise geschickt, und ab Ende Mai freuen wir uns dann dieses Frischeerlebnis mit Ihnen zu teilen und die Shincha-Saison auch in Deutschland zu eröffnen.

Wir laden zu diesem Zweck auch dieses Jahr wieder herzlich zu unserem Shincha Fest am ersten Juni-Wochenende ein – mehr Infos dazu in Kürze auf unserer Website unter www.keiko.de/aktuelles.htm oder auf unserer neu eingerichteten Facebook Seite 

Dort finden Sie auch noch weitere Fotos von unserer Japan Reise!

Sonnige Grüße aus Diepholz

Ihr  KEIKO-Team